Was versteht man unter Change Management?
Unter Change Management (Veränderungsmanagement) lassen sich alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen. Wikipedia
Grundsätzlich kann man Veränderungen in seinem näheren Umfeld (privat und beruflich) nicht aufhalten, man muss ihnen vielmehr positiv begegnen. Change Management bedeutet also im Groben beschrieben diese Veränderungen erfolgreich managen. Alle Menschen die an einem Veränderungsprozess beteiligt sind, reagieren völlig unterschiedlich und unvorhersehbar. Wer erfolgreiches Change Management durchführen möchte, der kommt nicht umhin, alle beteiligten Personen in den Veränderungsprozess zu integrieren und Teil des Ganzen werden zu lassen. Change Management verhält sich in allen Phasen, die durchlaufen werden, recht analog und macht den Prozess des Change Managements sehr gut plan- und dokumentierbar.
Change Management, was ist das?
Um Change Management erfolgreich im Unternehmen umsetzen zu können, bedarf es geeigneter Methoden, die in den folgenden Abschnitten genauer betrachtet werden:
A. Kotters 8-Stufen Modell im Change Management
Die Merkmale beruhen weitgehend auf einem ganzheitlichen Ansatz. Der gesamte Veränderungsprozesse wird dabei in acht aufeinanderfolgenden Stufen dargestellt. Hier ist es extrem wichtig, dass alle Stufen erst vollendet und in der richtigen Reihenfolge nacheinander abgearbeitet werden. Überspringen von einzelnen Stufen würde nicht zum angestrebten Erfolg führen.
Change Management nach Kotter
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- Ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen
- Eine Führungskoalition aufbauen
- Eine Vision des Wandels entwickeln
- Die Vision des Wandels kommunizieren
- Hindernisse aus dem Weg räumen
- Kurzfristige Ziele setzen
- Erfolge konsolidieren und weitere Veränderungen ableiten
- Veränderungen in der Unternehmenskultur verankern
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B. 5-Phasen Modell nach Krüger im Change Management
Die Merkmale des Phasenmodells nach Krüger lassen sehr stark erkennen, dass es ursprünglich vom 8- Stufenmodell nach Kotter abstammt. Der einzige Unterschied zu Kotters 8-Stufen Modell ist, dass ein Ausgangszustand einem entsprechenden Zielzustand gegenübergestellt wird. Differieren Ausgangs- und Zielzustand, so sollte das Team involviert werden um einen neuen Zielzustand zu definieren.
Change Management nach Krüger
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- Stufe – Die Initialisierung
Analyse von Veränderungsbedarf im Unternehmen. Betroffene Mitarbeitende werden für die ausstehende Veränderung sensibilisiert. - Stufe – Die Konzeption
Planung und Erarbeitung eines passenden Konzeptes mit konkreten Schritten und Maßnahmen. Konkrete Zielsetzung über die Verbesserung im Change Management. - Stufe – Die Motivation
Kommunikation der geplanten Veränderungen an die Mitarbeitende, mit dem Ziel den Mehrwert bzw. Nutzen zu vermitteln sodass diese verstanden werden. - Stufe – Die Umsetzung
Priorisierung und Umsetzung der Ziele mit den nötigen, regelmäßigen Qualitätsprüfungen. - Stufe – Die Verstetigung
Die täglichen Prozesse werden stetig verbessert und werden daher fester Bestandteil der Veränderung im Change Management.
- Stufe – Die Initialisierung
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C. 3-Phasen Modell nach Kurt Lewin im Change Management
Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin ist ein einfaches Modell zur Darstellung sozialer Veränderungen in Gruppen und Gemeinschaften. Wikipedia
Change Management nach Kurt Lewin
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- Phase – auflockern (Unfreeze)
Eingehende Analyse des Ist-Zustands im Team mit Unterstützung des Leitungsetage. Überzeugung aller Mitarbeitenden von der Notwendigkeit der Veränderung. - Phase – Wechseln (Change)
Einführung und Implementierung der Veränderung mit begleitender Kommunikation. Gerüchte können durch plausible Erklärungen sehr leicht aus der Welt geschafft werden. Mitarbeitende werden mit in den Prozess mit involviert. - Phase – Verfestigen (Refreeze)
Überwachung der Veränderungsprozesse bis alle Veränderungen „in Fleisch und Blut“ übergegangen sind. Die Eingewöhnung kann durch Trainings oder Coachings positiv gefördert werden.
- Phase – auflockern (Unfreeze)
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D. MbO – Management by Objective im Change Management
MbO ist im Gegensatz zu den oben erwähnten Methoden im Change Management eine eher abgewandelte Form von Führungsinstrumenten. MbO´s sollen bei der Führung von Personal die quantitativen Ziele durch qualitative Ziele ergänzen oder sogar ersetzen. Diese werden in den Zielvereinbarungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitern klar und deutlich definiert. Die Mitarbeiter sollen Mitarbeitende durch den Prozess des Change Managements kreativ angeregt werden um mit ihren Leistungen die Unternehmensziele qualitativ z.B. neben den Umsatzzielen zu erreichen. Der Grad der Zielerreichung kann ebenso wie das Umsatzziel Einfluss auf die Höhe der Prämie haben, die die Mitarbeiter als Gratifikationen erhalten.
E. Fazit Change Management vs. Projektmanagement
Während Projektmanagement sich hauptsächlich mit Planung, Steuerung, Durchführung und Kontrolle von Projekten mit dem Ziel des Erreichens von Unternehmenszielen beschäftigt, ist Change Management eine ähnliche Form, die sich ausnahmslos mit dem Management von Veränderungen beschäftigt. Daher ist es immer wieder nötig auch Methoden im Change Management im Projektmanagement einfließen zu lassen.

Unter Change Management (Veränderungsmanagement) lassen sich alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen.